Roverlager 2016

Die Ruine Schmidtburg liegt idyllisch mitten in den Wäldern des Hunsrück, fernab von den nächsten Dörfern und Straßen. Die Harmonie der mittelalterlichen Burg wäre nahezu perfekt, wäre da nicht- Warte, ist das ein Zelt?!? Tatsächlich sind wir Rover wieder die Übeltäter gewesen: Vom 08.-12. Oktober hat unsere Jurte das harmonische Bild der Burg gestört. Umso außergewöhnlicher war das Herbstlager natürlich auch für uns, wer kann schon behaupten, mal in einer Burg gewohnt zu haben?

Allein schon die Anfahrt zur Burg ist ein kleines Abenteuer für sich: Ein schmaler Waldweg führt in Serpentinen den steilen Abhang zu den Ruinen herunter.
Kaum angekommen, treffen wir auf den Burgvogt, der tatsächlich auch noch in der Burg wohnt und bauen unsere Jurte zwischen den Mauern des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes auf. Um ein Abendessen zustande zu bringen, muss erst einmal Feuerholz her, denn der Gaskocher ist diesmal zu Hause geblieben. Nach mittelalterlicher Manier wird eben auf dem Feuer gekocht.
 

Da die Region von wunderschönen Wanderwegen durchzogen ist, unternehmen wir an zwei Tagen schöne Touren mitten durch die Wälder des Hunsrück und lassen es uns auch nicht nehmen eine Höhle im Felsen zu erkunden oder einen kleinen Fluss mithilfe einer selbstgebauten Steinbrücke zu überqueren.

Abends sitzen wir noch lang am Feuer, das uns die kalten Nächte erwärmt, genießen das Ambiente der Burg, spielen Werwolf und machen Stockbrot und Marshmallows.
Leider sind die Sanitäranlagen etwas spärlich ausgefallen: Ein Plumsklo und eine Wasserstelle mit fließend Wasser. Aber alles andere hätte auch irgendwie die mittelalterliche Atmosphäre zunichte gemacht.
Trotzdem sind wir alle froh über einen Ausflug zum Schwimmbad am Montag. Die Duschen können die Pfadfinder unter der dreckigen Schicht der letzten Tage wieder freilegen und wir können uns im warmen Wasser wieder von den kalten Nächten erholen.
 
Am letzten Abend kriegen wir noch Besuch von Falks Bruder, der uns mit einen speziellen Werwolfspiel herausfordert. Am Mittwoch geht es leider schon nach Hause, aber auch diesmal wieder mit neuen Erfahrungen und wunderbaren Erinnerungen im Gepäck.
An dieser Stelle möchten wir unserem Leiter
Falk herzlich für die Organisation dieses außergewöhnlichen Lagers danken und hoffen das du uns Chaoten immer wieder zu neuen Lagern mit nimmst.
Nach unserer Abreise steht nun der Harmonie der Schmidtburg nichts mehr im Wege und die Ruhe kann nun endlich wieder in die alten Mauern zurückkehren.
geschrieben von Verena
 

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